DLNA Einrichtung, Verbindung und Streaming im Überblick Was ist DLNA? Wie funktioniert das und wie wird es eingerichtet?

Schon mal über das DLNA Siegel auf dem TV oder im technischen Datenblatt des Smartphones gewundert? Wir erklären, was es damit auf sich hat und wozu es gut ist.

DLNA spielt bei manchen Streaming-Anbietern immer noch eine Rolle

Was ist DLNA?– Das Wichtigste in Kürze

Die Abkürzung DLNA steht für ‚Digital Living Network Alliance‘. Diese Vereinigung zertifizierte bis 2017 Geräte, die einem ausgewählten Standard entsprechen mit dem Ziel Anwendern die Nutzung störungsfrei kommunizierender Geräte unterschiedlicher Hersteller zu ermöglichen. Als Nachfolger führt seither SpireSpark International die Zertifizierung fort. Eine DLNA Mitgliedschaft ist für die Zertifizierung nicht mehr nötig.

Welche DLNA-Geräte gibt es?

Bereits vergleichsweise einfach gebaute Technikgeräte, die nur JPEG (Fotos), LPCM (2-Kanal-Audio) oder MPEG-2 (Videos) wiedergeben können, besitzen zum Teil DLNA-Zertifikate. Daher sollte vor dem Kauf genau auf den Funktionsumfang geachtet werden.

Zu den DLNA-Geräten gehören beispielsweise solche aus folgenden Geräteklassen:

Heimnetzwerkgeräte (Home Network Devices)

  • Digital Media Server (DMS) zur Verwaltung von Filmen, Musik oder Bildern
  • Digital Media Player (DMP) geben Medieninhalte wieder. Dazu gehören z. B. Smart TVs.

Tragbare Geräte (Mobile Handheld Devices)

  • Mobile Digital Media Server (M-DMS) speichern Inhalte um bei Bedarf die Wiedergabe über Mobile Digital Media Player zu ermöglichen
  • Mobile Digital Media Uploader (M-DMU) sind in der Lage Daten auf einen Digital Media Server zu laden

Infrastrukturgeräte (Home Infrastructure Devices)

  • Mobile Network Connectivity Function (M-NCF): Verbinden Geräte im Heimnetzwerk mit mobilen Geräten
  • Media Interoperability Unit (MIU): Konvertieren Inhalte in das gewünschte Speicherformat

Wie funktioniert DLNA?

DLNA teilt zertifizierte Geräte in verschiedene Klassen ein. Computer oder NAS-Systeme, die einen Musik-Stream ins Netzwerk senden, werden beispielsweise als Media Server (DMS) klassifiziert. Ein streamendes Smartphone ist dagegen ein Mobile Digital Media Server (M-DMS). Entsprechend werden auch stationäre und mobile Player (DMP/M-DMP) oder Renderer (DMR/M-DMR) differenziert. Der Player unterscheidet sich dabei vom Renderer dadurch, dass er selbständig Inhalte auf Media Servern finden und von dort laden kann.

Der Renderer ist bei dieser Aufgabe auf einen Media Controller (DMC) angewiesen. Dieser gibt die Medieninhalte nur aus. Die Klassifizierung ist aber flexibel. Je nach Anwendungsfall kann ein bestimmtes Gerät unterschiedliche Rollen einnehmen. Ein Smartphone eignet sich zum Beispiel dazu, Musik auf einem Server zu finden und unmittelbar abzuspielen. Es funktioniert dann als Player. Es kann aber auch die Rolle eines Controllers einnehmen, wenn Nutzer es nur für die Suche nach Musik nutzen und dann Ihre Sound-Anlage instruieren, diese abzuspielen.

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homeandsmart Redaktion Samira Kammerer

Teil des Gründerteams, von Anfang an mit viel Herzblut dabei. Verantwortliche für das Ressort E-Mobilität bei homeandsmart. Zu ihren Lieblingsthemen zählen außerdem smarte Gadgets, Fitness-Tracker und intelligente Haushaltsgeräte. Als Digital Native vor allem auf Pinterest und Instagram unterwegs.

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