Action-Kamera zum Anstecken Benjamin Button: Die Welt aus Kinderaugen sehen

Im Digitalen Zeitalter teilt sich die Welt in zwei Sorten Eltern: Insta-Moms, die das Familienleben mit dem Smartphone rund um die Uhr festhalten und ihre Kinder eigentlich nur mit Filter wiedererkennen. Und konsequente Verweigerer, die bewusst den Moment genießen möchten und die Erinnerung im Gedächtnis verankern statt auf Film. Die smarte Familienkamera Benjamin Button erlaubt beides: Der wasserfeste und sturzresistente Knopf lässt sich am Oberteil eines Elternteils oder am Latz eines Kindes befestigen und hält das Familiengeschehen nebenbei fest. Mit der zugehörigen App wird das Bildmaterial automatisch verarbeitet – so ist statt stundenlangem Videoschneiden noch mehr Zeit für Abenteuer übrig.

Die Welt aus Kinderaugen sehen: WLAN-Kamera Benjamin Button wird einfach angesteckt und hält Abenteuer fest, ohne zu stören

Wieder zum Kind werden mit Benjamin Button

Im Film „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ wird ein Kind mit dem Aussehen eines alten Mannes geboren und altert äußerlich rückwärts. Das Start-up Benjamin Button ermöglicht Eltern mithilfe der Action-Kamera ebenfalls, die Welt aus den Augen ihrer Kinder zu sehen: Das unauffällige Gadget im süßen Knopflook kann an der Kleidung der Kleinen befestigt oder an einer Kette umgehängt werden und nimmt auf, wie sie durch den Tag gehen.

Die Videos zeigen Eltern, wie ihre Sprößlinge die Welt sehen – oder andersrum. Benjamin Button kann selbstverständlich auch von Erwachsenen genutzt werden, dann sind die Hände frei, um beim Klettern zu helfen oder die Geburtstagstorte zu tragen, während die kleine Kamera die schönen Momente festhält.

Benjamin Button App bearbeitet Videomaterial eigenständig

Statt das Videomaterial des Sommerurlaubs selbst durchzugehen und zu schneiden, überlassen Besitzer eines Benjamin Button der Kamera diese Arbeit. Während das Gerät zum Laden angedockt ist, übertragen sich per WLAN die Aufnahmen. Die Software soll selbst die besten Shots finden und so eine Best-of-Übersicht zusammenstellen. Besondere Momente können während des Tages mit einem Klick auf Smart Watch oder Smartphone-App gekennzeichnet werden und kommen dann sicher in den Zusammenschnitt – das nimmt den Fokus allerdings wieder aus dem Geschehen und auf die Kamera. Wer der Entscheidungskraft der App nicht traut, kann die Funktion ausschalten.

Spaßiges Gadget mit ernstzunehmender Technik

Die Action-Kamera ist äußerlich für die Anwendung durch Kinder gewappnet: Benjamin Button ist aus BPA-freiem Plastik in einem Stück gefertigt, sodass weder Vergiftungs- noch Verschlucksrisiko besteht. Das WLAN zur Datenübertragung ist ausgeschaltet, während die Kamera aufnimmt. Ein eingebauter Schutz mindert zusätzlich die elektromagnetische Strahlung, die vom Gerät ausgehen könnte. Damit kann die Knopfkamera laut Hersteller ohne größere Bedenken auch über Stunden am Kinderkörper getragen werden.

Mit nur 60 Gramm Gewicht und einem Durchmesser von 5 Zentimetern sollte die Kamera auch für Kleinkinder kein Handicap beim Spielen und Toben darstellen. Die Konstruktion des Geräts macht es unempfindlich gegenüber Stürzen oder Schmutz und wasserfest: unabsichtliche Tauchgänge oder Ausflüge in die Waschmaschine sollte Benjamin Button überstehen können - wasserdicht ist die Kamera allerdings explizit nicht. Weitwinkel-Aufnahmen in Full HD werden mit Bildstabilisator aufgenommen, dennoch bleibt ein ruckliges Bild wohl nicht aus, wenn die Kamera am Körper getragen wird. Alternativ kann sie auf ebenem Untergrund mit einem Ministativ platziert werden und so einen Überblick filmen. Auch Time-Lapse-Aufnahmen und Sofortbilder lassen sich mit Benjamin Button schießen.

Übertragen werden die Aufnahmen an die App oder eine verschlüsselte und geschützte Cloud, der Speicher ist allerdings kostenpflichtig. Der interne Kameraspeicher von 32 GB bietet Platz für etwa 6 Stunden Videomaterial. An den PC angedockt lassen sich die Bilder und Videos auch direkt von der Kamera auf die Festplatte ziehen.

Technische Details zur Action-Kamera im Überblick

Action-Kamera für die Familie – Supergau für die Privatsphäre?

Kritikern kommt natürlich zuerst der Privatsphäreaspekt in den Sinn: Sollen sowohl Kinder als auch Betreuungspersonen wirklich dauernder Videoüberwachung ausgesetzt werden? Haben die Kleinen von sich aus tatsächlich das Bedürfnis, ihr Leben so umfassend festzuhalten wie medial hyperaktive Erwachsene? Darum geht es bei Benjamin Button allerdings nicht. Die Action-Kamera kann ergänzend zu oder ersatzweise statt einer Videokamera beziehungsweise dem Smartphone genutzt werden – für Kindergeburtstage, Familienausflüge, Urlaube oder auch mal den Spielenachmittag. Dann genießen durch die unaufdringliche Clipkonstruktion sowohl Kinder als auch Eltern die gemeinsame Zeit ohne Ablenkung und können sie dennoch danach erneut auf Film erleben.

 

Dominik Orfanus, CEO von Benjamin Button, beim Actionpainting mit der mobilen Kamera

Marktchancen der mobilen WLAN-Kamera

Das Projekt ist nicht nur für Familien interessant, sondern für Aktivfilmer jeden Alters. Anders als GoPro, Smartphone oder Spiegelreflex ist Benjamin Button etwa bei Festivals eher Accessoire als aufwendige Technik und lässt dabei Hände und Fokus frei für die Umwelt. Die Schneideautomatik der App könnte der große Vorteil oder der einzige Nachteil des Konzepts sein – die Software muss dazu schließlich wissen, was die wirklich kostbaren Momente waren und diese festhalten. Ob Benjamin Button sich wirklich gegen etablierte Kameras wie die GoPro durchsetzen kann, wird nach Auslieferung mit den ersten Testberichten abzuschätzen sein.

Benjamin Button: Preise und Verfügbarkeit

Momentan ist die Familienkamera im Rahmen des Crowdfunding-Projekts zum Early-Bird-Preis von 179 USD vorbestellbar und soll Ende 2017 weltweit geliefert werden. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite des Start-ups.

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homeandsmart.de Redaktion Sarah Mall

Expertin für Smart Home-Systeme sowie Home Automation und kritisches Auge der home&smart-Redaktion. Beobachtet die Start-up-Szene rund um das Thema Smart Home und geht in ihren Beiträgen der Frage nach, wie das intelligente Zuhause unser Leben Ressourcen-schonender und umweltfreundlicher gestalten kann. Spezial-Themen: Solartechnologien, Alexa-Skills sowie smarte Klimatechnik.

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