Diese Fördermöglichkeiten gibt es für Stromspeicher Stromspeicher Förderungen 2024: Wo gibt’s Geld und wie viel?

Stromspeicher erlauben die Nutzung von selbst erzeugtem Solarstrom außerhalb der Erzeugungszeiten. Sie erhöhen den Anteil an Eigenverbrauch und rentieren sich trotz hoher Investitionskosten. Das führt gleichzeitig dazu, dass weniger Strom zu Spitzenzeiten aus dem öffentlichen Netz gezogen wird. Aus diesem Grund werden Stromspeicher aktuell stark gefördert. In diesem Artikel zeigen wir, wo es überall in Deutschland Geld für Stromspeicher gibt.

Ein Photovoltaik Stromspeicher an einer Hausfassade

Stromspeicher Förderung: Das Wichtigste in Kürze

Stromspeicher erhöhen die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen und tragen zur Stabilisierung des Stromnetzes bei. Derzeit sind bundesweit viele Förderprogramme erhältlich.

  • Staatliche Förderung: Es fällt keine Mehrwertsteuer beim Kauf von Stromspeicher an. Zudem steht der KfW-Kredit-270 zur Verfügung. 
  • Länderspezifische Förderung: Förderprogramme wurden von den Ländern Baden-Württemberg, Berlin, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein aufgestellt.
  • Kommunale Förderung: Manche Städte bieten ihren Einwohnern Zuschüsse beim Kauf von Stromspeicher an.

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Welche Förderungen für Photovoltaik-Speicher gibt es?

Für Photovoltaik-Speicher sind bundesweite, länderspezifische und kommunale Förderungen erhältlich. Manche Stadtwerke und Netzbetreiber bieten zusätzliche Förderungen für Batteriespeicher an. Unabhängig vom Installationsort der PV-Anlage, können PV-Betreiber die KfW-Förderungsprogramm Kredit-270 beanspruchen. Auch zahlen sie durch den Nullsteuersatz keine Mehrwertsteuern beim Kauf von Solarspeichern.

Was ist mit der KfW-Batteriespeicherförderung (Programm 275)?

Zur Förderung von Solarstromspeichern startete im Mai 2013 das Förderprogramm KfW 275 "Erneuerbare Energien - Speicher". Es bot ein zinsgünstiges Darlehen und einen Tilgungszuschuss. Es endete jedoch am 31. Dezember 2018. Es gibt aber noch andere Möglichkeiten der staatlichen Förderung, wie andere KfW-Programme oder staatliche Zuschüsse.

Warum werden Photovoltaik-Speicher gefördert?

Die Investition in Stromspeichersysteme ist eine kluge Entscheidung für die Zukunft. Diese Systeme ermöglichen einen erhöhten Eigenverbrauch von Solarstrom und eine geringere Abhängigkeit vom teuren Netzstrom. Dies führt langfristig zu stabilen Stromkosten. Darüber hinaus tragen diese Batteriesysteme auch zur Stabilisierung des Stromnetzes bei, indem der Eigenverbrauch die Spitzenlasten reduziert.

Staatliche Förderung für Batteriespeicher

Bundesweit ist die KfW-Förderung Kredit 270 in Form eines zinsgünstigen Darlehens für Batteriespeicher erhältlich. Zudem gilt seit dem 1. Januar 2023 gilt ein Nullsteuersatz für die Mehrwertsteuer auf den Kauf, Lieferung und Installation von Photovoltaik-Komponenten wie Speichersysteme.

KfW-Förderung: Kredit 270 für Erneuerbare Energien

Das Programm Erneuerbare Energien 270 fördert die Photovoltaik in Form eines zinsgünstigen Kredits. Es ist ein Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die KfW bietet Kredite zur Finanzierung von Photovoltaikanlagen, Batteriespeichersystemen oder beidem an. 

Mit dem KfW 270 Förderkredit lassen sich ein Stromspeicher und/oder Photovoltaikanlagen komplett finanzieren. Der maximale Förderbetrag beträgt 150 Millionen Euro. Dieser Kredit bietet im Gegensatz zu regulären Ratenkrediten niedrigere Zinssätze und eine tilgungsfreie Zeit.

  • Die Laufzeiten liegen zwischen 5 und 30 Jahren, mit 1 bis 5 tilgungsfreien Anlaufjahren.
  • Der Zinssatz liegt je nach Anwendungsfall zwischen 4,03 % und 10,49 %.

Das gute am KfW-Kredit 270 ist, es lässt sich mit anderen Förderprogrammen kombinieren.

Nullsteuersatz beim Kauf von PV-Speicher

Seit dem 1. Januar 2023 beträgt die Umsatzsteuer auf Solarmodule und zugehörige Komponenten 0 Prozent. Dazu gehören wesentliche Komponenten für den Betrieb einer Photovoltaikanlage und PV-Speicher für den erzeugten Strom.

Länderspezifische Förderungen für Batteriespeicher

Einige Bundesländer bieten Zuschüsse für Batteriespeicher an. Diese Förderung ist unabhängig von der KfW-Förderung. Voraussetzung für die Förderung ist die Nutzung des Solarstroms im jeweiligen Bundesland und der Anschluss der PV-Anlage an das dortige Stromnetz. Es ist wichtig, die Förderung vor der Bestellung des Batteriespeichers zu beantragen.

Berlin

In Belin werden Stromspeicher im Rahmen des EnergiespeicherPLUS Programm gefördert und unter dem Modul C - Stromspeicher geregelt. Gefördert werden:

  • Investitionskosten für den Stromspeicher
  • Investitionskosten für das Energiemanagementsystem
  • Investitionskosten für Batteriewechselrichter bzw. zwei Drittel der Investitionskosten für Hybridwechselrichter
  • Kosten für die Installation des Speichers, des Energiemanagementsystems und des Wechselrichters

Dabei muss eine Stromspeicher drei sich wiederholende Prozesse gewährleisten: Aufladen, Speichern und Entladen von elektrischer Energie. Beispiele für elektrische Energiespeicher sind Batteriespeicher, Salzwasserbatterien, Redox-Flow-Systeme und Wasserstoffspeichersysteme. Blei-Säure-Batterien sind aufgrund ihrer kurzen Lebensdauer nicht förderfähig. Speichersysteme für Balkonkraftwerke werden nicht gefördert. 

Der Zuschuss wird auf der Grundlage des Verhältnisses zwischen der installierten Leistung der neuen PV-Anlage und der nutzbaren Speicherkapazität gewährt. Das erforderliche Mindestverhältnis beträgt 1,2 Kilowatt Peak pro 1 Kilowattstunde. Jede Speicherkapazität, die dieses Verhältnis übersteigt, wird nicht gefördert.

Der Fördersatz wird wie folgt bestimmt: 

  • Eigentümer:innen von Ein- und Zweifamilienhäusern erhalten 300 Euro je Kilowattstunde, bis maximal 15.000 Euro.
  • Eigentümer:innen von Mehrfamilienhäusern und kleinen Unternehmen erhalten 65 Prozent, mittlere Unternehmen 55 Prozent und große Unternehmen 45 Prozent der Investitionskosten, bis maximal 30.000 Euro.

Sachsen-Anhalt

Das sachsen-anhaltische Programm "SPEICHERT" fördert den Ausbau von Solarstromspeichern. Antragsverfahren wegen hoher Nachfrage vorübergehend gestoppt. Spätestens 2024 stehen die Fördermittel wieder zur Verfügung, so das Land. Alle Batteriespeichersysteme für Photovoltaikanlagen bis zu 30 Kilowatt Peak sind förderfähig. Der Fördersatz richtet sich nach der Speicherkapazität des Stromspeichers.

SpeicherkapazitätFördersatz
5 - 25 Kilowattstunden300 Euro pro Kilowattstunde
Über 25 Kilowattstunden200 Euro pro Kilowattstunde

Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein wird die Anschaffung eines Batteriespeicher seit dem  22.08.2023 werden mit pauschal 750 Euro bezuschusst. Der Zuschuss für PV-Speicher wird mittels dem Förderprogramm "Klimaschutz für Bürger" ausgezahlt. Bei der ersten Auflage des Programms standen 6 Millionen Euro zur Verfügung. Innerhalb von acht Monaten gingen über 4.300 Anträge ein, und die Mittel waren schnell erschöpft. Im Jahr 2023 wurde eine neue Ausgabe des Programms mit einer Erhöhung der Mittel auf 75 Millionen Euro eingeführt.

Kommunale Förderungen für Batteriespeicher

Die Förderung von Speichern wird sowohl auf Bundes- als auch auf kommunaler Ebene immer wichtiger. Deswegen rufen Städte und Gemeinden regionale Förderprogramme ins Leben.

Bremerhaven

Seit Februar 2023 können Privatpersonen in Bremerhaven finanzielle Unterstützung für Investitionen in erneuerbare Energien erhalten. Diese Förderung gilt speziell für nicht gewerbliche Photovoltaikanlagen mit Batteriespeicher. Eigentümer von Wohngebäuden in Bremerhaven können für die Installation einer Photovoltaikanlage einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 25 % ihrer Investition beantragen. Wird auf die Einspeisevergütung dauerhaft verzichtet, wird das gesamte PV-Speichersystem bezuschusst. Ansonsten sind nur Investitionen in Batteriespeicher förderfähig.

Düsseldorf

In Düsseldorf werden 20 Prozent der förderfähigen Bruttoinvestitionskosten bezuschusst. Das schließt sowohl die Anschaffungskosten als auch die Installation eines Batteriespeichersystems ein. In jeder bestehenden PV-Anlage kann nur ein förderfähiges Batteriespeichersystem erstmals installiert werden.

Gefördert werden neue stationäre Batteriespeichersysteme. Diese können mit erstmaligen und bestehenden PV-Anlagen kombiniert werden. Die PV-Anlagen dürfen eine installierte Leistung von maximal 30 Kilowatt Peak und ein Inbetriebnahmedatum nach dem 31. März 2012 haben. Die Einspeiseleistung am Netzanschlusspunkt darf 50 Prozent der installierten Leistung nicht überschreiten.

Freiburg

Die Stadt Freiburg im Breisgau bezuschusst Speichersysteme unter dem Förderprogramm Klimafreundlich Wohnen. Der Zuschuss beträgt 150 Euro je Kilowattstunde Bruttospeicherkapazität, bei maximalem Fördersatz von 1.500 Euro. Die Förderung erfolgt im Verhältnis 1:1 zwischen der Batteriespeicherkapazität und der Leistung der PV-Anlage. Zusätzliche Speicherkapazität, die über dieses Verhältnis hinausgeht, ist nicht förderfähig. Der Förderbetrag wird bei Bedarf anteilig gekürzt. So kann beispielsweise eine PV-Anlage mit einer Größe von 10 Kilowatt Peak maximal 10 Kilowattstunden Batteriespeicher erhalten.

Köln

Die Stadt Köln fördert PV-Speicher unter dem Förderprogramm Photovoltaik – klimafreundliches Wohnen. Der Fördersatz beträgt 250 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität, bis zu maximal die zweifache Leistung der Photovoltaik-Anlage. Das heißt, für eine 10 Kilowatt Peak PV-Anlage wird ein PV-Speicher mit Speicherkapazität bis zu 20 Kilowattstunden gefördert.

Stuttgart

Im Rahmen der Stuttgarter Solaroffensive werden Batteriespeicher mit 300 Euro pro Kilowattstunde bezuschusst. Die maximale Förderung für Batteriespeicher beträgt 20.000 Eurok pro Antrag. Die Höhe der Förderung richtet sich nach der installierten Photovoltaikleistung. Bei einem 10 Kilowatt Peak System sind 0,8 Kilowattstunde Speicherkapazität förderfähig. Die maximal geförderte Kapazität des Stromspeichers beträgt also 8 Kilowattstunde.

Wiesbaden

In Wiesbaden stehen Fördermittel für die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf bestehenden Gebäuden in der Stadt zur Verfügung. Dafür müssen Fachunternehmen die Installation sowie den Einbau zusätzlicher Komponenten für die neue Anlage durchführen. Die Höhe des Zuschusses hängt von der Batteriespeicherkapazität ab.

SpeicherkapazitätFördersatz
bis 3 Kilowattstundenpauschal 300 Euro
bis 6 Kilowattstundenpauschal 400 Euro
über 6 Kilowattstundenpauschal 500 Euro

PV-Batteriespeicher Förderung durch Stromanbieter und Stadtwerke

Manche Stromanbieter und Stadtwerke ermutigen die Anschaffung von Batteriespeicher mit Zuschüssen. Voraussetzung für die Förderung ist meist ein aktiver Strom-/ Erdgas- oder Wärmeversorgungsvertrag mit dem Anbieter.

ENTEGA

ENTEGA bietet seinen Kunden einen Zuschuss von 400 Euro, wenn sie einen Stromspeicher für eine zugelassene Photovoltaikanlage mieten. Weitere Details zum Förderprogramm des Energieversorgers sind hier erhältlich.

Energie Waldeck-Frankenberg GmbH

Kunden der Energie Waldeck-Frankenberg GmbH erhalten beim Kauf eines Photovoltaik-Solarspeichers (4 bis 15 Kilowattstunden) einen Zuschuss von 200 Euro. Weitere Informationen zu diesem Förderprogramm sind hier erhältlich.

Elektrizitätswerke Schönau EWS

Für neue PV-Anlagen oder Erweiterungen gewährt die EWS einen Zuschuss von 600 Euro wird für eine Salzwasserbatterie. Für eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie wird ein Zuschuss von 480 Euro gewährt. Bei der Nachrüstung in bereits in Betrieb genommenen PV-Anlagen, erhalten Kunden 300 Euro für ein Salzwasserbatterie und 240 Euro für eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie.

Der Investitionszuschuss wird gleichmäßig über drei Jahre ausgezahlt. Weitere Informationen über das EWS-Batteriespeicher-Förderprogramm sind hier erhältlich.

rhenag AG

Die rhenag bietet einen Zuschuss von bis zu 500 Euro für den Kauf von Photovoltaikanlagen und Speichern. Der Zuschuss der rhenag ist auf 50 Photovoltaikanlagen oder Stromspeicher begrenzt. Die Förderung wird nach dem Windhundprinzip vergeben, solange sie verfügbar ist. Voraussetzung für den Erhalt der Förderung ist, dass der Kunde den Kaufpreis oder die Installationsgebühr bezahlt hat. 

Stadtwerke CASTROP-RAUXEL GmbH

Die Stadtwerke CASTROP-RAUXEL stellen 100 Euro für die Anschaffung eines Stromspeichers zur Verfügung. Weitere Informationen sind auf der Website erhältlich.

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Stefano Fonseca

Stefano Fonseca ist erfahrener Ingenieur für Energie und Umwelt, der seine Leidenschaft für das Schreiben zum Beruf machte. Seine Leidenschaft sind Photovoltaik und Wärmepumpen Themen. Sein Ziel ist es, technische Informationen in verständliche Texte zu verwandeln.

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